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César-Manrique-Stiftung

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KulturLanzarote

Lanzarote kann man nicht ohne César Manrique verstehen. Und Manrique kann man nicht verstehen, ohne sein Haus zu besuchen. Die Fundación César Manrique in Tahíche ist die ehemalige Residenz des Künstlers — ein Raum, den er selbst über einem erstarrten Lavastrom entworfen hat und der fünf natürliche Vulkanblasen als bewohnbare Räume integriert. Das Ergebnis ist eines der außergewöhnlichsten Häuser des 20. Jahrhunderts: halb Haus, halb Höhle, halb Kunstwerk.

Architektur, die aus der Lava wächst

Das obere Stockwerk ist hell und weiß, mit großen Fenstern, die die Vulkanlandschaft wie lebendige Gemälde einrahmen. Aber die Magie liegt unten: Eine Treppe führt hinab zu den Lavablasen, in denen Manrique einzigartige Räume geschaffen hat — ein rotes Wohnzimmer, ein weißes, ein schwarzes Schwimmbecken — verbunden durch in den Fels gehauene Tunnel. Jede Blase hat ihre eigene Persönlichkeit, ihre Farbe, ihr Spiel mit dem Licht. Der Feigenbaum, der in einer von ihnen wächst und das zenitale Licht sucht, ist eines der visuellen Ikonen von Lanzarote.

Die Vulkanblasen der Fundación César Manrique, in bewohnbare Räume verwandelt.
Die Vulkanblasen der Fundación César Manrique, in bewohnbare Räume verwandelt.

Zeitgenössische Kunst in einem lebendigen Museum

Heute beherbergt die Stiftung Manriques persönliche Sammlung mit Werken von Picasso, Miró, Tàpies, Chillida und dem lanzarotenischen Künstler selbst, sowie temporäre Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Doch das eigentliche Museum ist das Haus selbst: Jede Ecke, jeder Übergang zwischen der natürlichen Lava und dem menschlichen Design, jedes Fenster, das den Vulkan einrahmt, ist eine Grundsatzerklärung darüber, wie der Mensch mit seiner Umgebung interagieren sollte.

Geöffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr (Montag bis Samstag). Eintritt: 10 € Erwachsene, 1 € kanarische Einwohner. Fotografieren ohne Blitz erlaubt. Mindestens 1,5 Stunden einplanen. Der Laden bietet Bücher und Drucke von Manrique zu guten Preisen. Nicht zu verwechseln mit dem Casa-Museo in Haría (seine zweite Residenz).

Manrique bewohnte kein Haus: Er bewohnte eine Idee. Die Stiftung ist der Beweis dafür, dass die revolutionärste Kunst entsteht, wenn man dem Ort zuhört, anstatt sich ihm aufzuzwingen.

LIVVO-Tipp: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um Innenbereich und Garten zu erkunden.