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Cueva Pintada (Gáldar)

Cueva Pintada (Gáldar)

Reiseziele/Gran Canaria/Cueva Pintada (Gáldar)
KulturGran Canaria

Die Gemälde, die fünf Jahrhunderte überlebten

Die Cueva Pintada von Gáldar ist das außergewöhnlichste künstlerische Zeugnis der alten Kanarier: eine in den vulkanischen Tuffstein gegrabene Kammer, deren Wände mit geometrischen Motiven — Dreiecke, Quadrate, konzentrische Kreise — in Rot, Schwarz und Weiß bemalt sind. Im 19. Jahrhundert entdeckt, bleibt ihre Bedeutung unter Forschern umstritten, obwohl die am weitesten verbreitete Hypothese sie mit einem landwirtschaftlichen oder astronomischen Kalender in Verbindung bringt.

Innenraum des Museums und Archäologischen Parks Cueva Pintada, wo die präkolumbische Stätte erhalten ist
Innenraum des Museums und Archäologischen Parks Cueva Pintada, wo die präkolumbische Stätte erhalten ist

Das Museum, das 2006 nach zwei Jahrzehnten Ausgrabungen eröffnet wurde, ist buchstäblich über den Ruinen des alten Dorfes Agáldar, der Hauptstadt des gleichnamigen Ureinwohnerreichs, gebaut. Die geführte Tour führt die Besucher über erhöhte Stege über die Überreste von mehr als sechzig Steinhäusern, Lagerstätten und Gemeinschaftsräumen, die eine organisierte und komplexe Gesellschaft offenbaren.

Eine Reise in die präkolumbische Welt der Kanaren

Was die Cueva Pintada besonders macht, ist nicht nur die Höhle selbst, sondern der Kontext, den das Museum bietet. Die Räume vor der Ausgrabungsstätte präsentieren die Kultur der alten Kanarier mit audiovisuellen Mitteln, die ihren Alltag rekonstruieren: Landwirtschaft, Viehzucht, Keramik, Bestattungsrituale und die soziale Organisation eines Volkes, das über mehr als anderthalb Jahrtausende vom Kontinent isoliert lebte.

Die Besuche sind geführt und mit streng begrenzter Kapazität, um die Gemälde zu schützen. Es ist unbedingt erforderlich, im Voraus auf der Website des Museums zu reservieren, insbesondere in der Hochsaison. Der Besuch dauert etwa eine Stunde und umfasst eine audiovisuelle Projektion, das Museum und den Rundgang durch die Ausgrabungsstätte.

Gáldar, die Stadt, die das Museum beherbergt, war die Hauptstadt des Ureinwohnerreichs und bewahrt ein historisches Zentrum mit Kirchen, schattigen Plätzen und einer indigenen Präsenz, die in Straßennamen und lokalen Traditionen spürbar ist. Der Besuch der Cueva Pintada lässt sich perfekt mit einem Spaziergang durch das Dorf und einem Halt in einer der Guachinches kombinieren, wo die kanarische Hausmannskost Geschmäcker bewahrt, die von weit her stammen.

Die Cueva Pintada ist der Beweis dafür, dass die alten Kanarier diese Insel nicht nur bewohnten: Sie dachten sie, malten sie und verwandelten sie in Kunst.

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